Fakten über den Holzeinschlag 2020

 

Es wurden 16,79 Mio. Erntefestmeter ohne Rinde eingeschlagen. Der Einschlag lag im Vorjahr damit um rund 11 Prozent unter dem Wert des Jahres 2019. Der Schadholzanteil lag mit 8,91 Millionen Erntefestmetern abermals auf hohem Niveau. „2018 und 2019 waren katastrophale Jahre. Der Borkenkäfer hat ganze Landstriche entwaldet. Die Schadholzmenge ist im vergangenen Jahr gesunken, weil der Niederschlag größer war und die Vermehrung der Borkenkäfer gebremst hat. Trotzdem liegt der Anteil um 38 Prozent über dem 10-jährigen Schnitt“, erklärt Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger. Jedes Jahr wächst mehr Holz nach als eingeschlagen wird – es werden nur 88 Prozent des Zuwachses geerntet.

Der stärkste Rückgang der Holznutzung war im Kleinwald (< 200 ha) zu verzeichnen. Hier betrug der Einschlag 9,25 Mio. Efm, das einem Minus von rund 17 % entspricht. Der Anteil des Kleinwaldes am Gesamteinschlag betrug rund 55 Prozent. „Die Holzeinschlagsmenge ist 2020 zurückgegangen. Vor allem im Kleinwald wurde weniger Holz eingeschlagen. Das Schadholz in den Jahren davor hat sicher dazu beigetragen. Viele Waldbäuerinnen und Waldbauern wollten ihre Bestände 2020, nach den katastrophalen Jahren davor, gesund wachsen lassen“, so Köstinger. Bei den größeren Waldflächen (Waldfläche ab 200 ha, ohne Österreichische Bundesforste AG), verringerte sich der Holzeinschlag um rund 7 Prozent auf 5,78 Mio. Efm. Der Anteil am Gesamteinschlag lag bei rund 34 Prozent. Die Bundesforste AG steigerte den Einschlag auf 1,76 Mio. Efm. Der Anteil der Bundesforste am Gesamteinschlag betrug rund 11 Prozent. Rund 32 Prozent des Einschlages entfielen auf Brennholz und Waldhackgut, der Anteil des Sägerundholzes betrug rund 50 Prozent und jener des Industrierundholzes rund 18 Prozent.

Witterungsextreme, Kalamitäten durch Borkenkäfer und andere Schadfaktoren führten zu einem Schadholzanteil von rund 53 Prozent am Gesamteinschlag entsprach. Im Vergleich mit dem langjährigen Durchschnitt zeigt sich, dass der Schadholzanfall um rund 5 Prozent über dem 5-jährigen Durchschnitt (8,48 Mio. Efm) und um rund 38 Prozent über dem 10-jährigen Durchschnitt (6,47 Mio. Efm) lag. Die Hauptschadfaktoren waren Borkenkäfer mit 3,33 Mio. Efm und Stürme mit 3,11 Mio. Efm (rund 35 Prozent des Schadholzanfalles). Um der weiter angespannten Schadholzsituation entgegen zu wirken hat die Bundesregierung den Waldfonds mit 350 Mio. Euro eingerichtet. „Mit dem Waldfonds haben wir das größte Investitionspaket in der zweiten Republik geschnürt. Der Waldfonds gibt den Waldbauern und der Branche eine Perspektive. Damit wollen wir unsere Waldbauern motivieren wieder in den Wald zu gehen und ihn zu bewirtschaften“, erklärt Köstinger abschließend.

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