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Kinderakademie forschte in Gumpenstein

Am 26.07.2021 forschten im Rahmen der Kinder-Akademie Schülerinnen und Schüler vom Bezirk Liezen zu den Themen „Blumen und Bienen – die verschiedenen Pflanzenformen und ihre Bestäuber“, „der Boden unter unseren Füßen – Lebensraum, Wasserspeicher und Nahrungsgrundlage“, „den ökologischen Fußabdruck von Futter- und Nahrungsmitteln“ sowie „Landwirtschaft im Einklang mit Naturschutz“ auf den Blühwiesen in Trautenfels.

Die Vorlesungseinheiten umfassten unterschiedliche Schwerpunkte, um ein vielfältiges Wissen zu vermitteln. Zuerst erhielten die Nachwuchsforscher durch die Biologin Verena Mayer und Assistent Raphael Poier einen Einblick in die Welt der Bestäuberarten. Unter dem Mikroskop betrachteten die jungen Wissenschaftler verschiedenen Bestäuberarten. Anhand von Demonstrationsmodellen von Korbblütlern, Lippenblütlern und einer Nelke als Einzelblüte lernten die Teilnehmer die verschiedenen Blütenformen und Tricks der Blumen um damit Insekten anzulocken. Den Duft als Lockmittel für die Bestäuber konnten die Jungforscher an Kamille oder wildem Oregano selbst riechen.

Bei der nächsten Station erklärte die Landschaftsökologin Renate Mayer zuerst wie Boden gebildet wird. Die Schüler zählten die unterschiedlichen Gruppen von Bodentieren nach der „Beinuhr auf“ und durchsuchten diese in Bodensubstraten mit Lupen. Mit Salzsäure konnte der Kalkgehalt von Gesteinen untersucht und Wasser mit Hilfe einer selbst gebastelten Kläranlage gereinigt werden. Auch die Bodenversiegelung, Bodenabtrag, Pflanzenwurzeln und ihre Stabilität interessierte sie.

Der zweite Block der Vorlesungen umfasste den Bereich Nutztierhaltung und Nahrungsmittel, die das Klima schonen. Stefanie Gappmaier legte den Fokus auf die Milchproduktion und das Tierwohl. Milchleistungen und der Milchbedarf von Kälbern, Kitzen und Lämmern, sowie die Vielfalt an Produkten, die aus Rinder-, Ziegen- und Schafsmilch hergestellt werden können, beeindruckten die Jungforscher.

Am Nachmittag besuchten die Teilnehmer der Kinderakademie noch das Freiluftklassenzimmer vom Bio-Institut der HBLFA Raumberg-Gumpenstein. Hier konnten sie die vielfältigen Lebensräume von geschützten Pflanzen- und Tierarten kennenlernen, welche Renate Mayer von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein und Wolfgang Riedl, Veranstalter der Kinderakademie Rottenmann 2021 vorstellten.

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