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Landwirtschaftsschule Schlierbach in neuem Glanz

Neue Landwirtschaftsschule in Schlierbach

Schlierbach: Generalsanierte Landwirtschaftsschule eröffnet

Nach über zweieinhalb Jahren Bauzeit und zum 100-jährigen Bestandsjubiläum konnte die Landwirtschaftsschule Schlierbach in einem feierlichen Akt wieder offiziell eröffnet werden. Dir. Martin Faschang konnte dazu zahlreiche Ehrengäste begrüßen, an der Spitze LR Max Hiegelsberger und Abt Nikolaus Thiel, der die Räumlichkeiten segnete.

Die Schule wurde 1920 durch Abt Wiesinger gegründet und in den Räumen des Klosters Schlierbach untergebracht. 1982 bezogen Schüler und Lehrer den Neubau am südlichen Ortsrand, der nun seit November 2018 generalsaniert wurde. Das Land Oberösterreich investierte 12 Millionen Euro in diese Bildungseinrichtung. „Gut angelegtes Geld in die Bildung und Zukunft der ländlichen Jugend und Bevölkerung“ wie Dir. Martin Faschang betonte, der sich auch freut, ein Gebäude bekommen zu haben, in dem alle Wünsche für Schüler und Lehrkräfte erfüllt wurden.

40 Baufirmen bewerkstelligten diesen gewaltigen Umbau in 3 Bauabschnitten. Daneben wurde der Unterricht in den verbleibenden bzw. schon wieder beziehbaren Räumlichkeiten fortgesetzt. Sowohl Schüler als auch Lehrkräfte mussten in dieser Zeit viel tolerieren und improvisieren. „Das Ergebnis ist ein Gebäude, das nicht nur eine landwirtschaftliche Fachschule, sondern auch ein anerkannter Bildungs- und Kursstandort für die Erwachsenenbildung ist, von dem die gesamte Region profitiert“, so Dir. Faschang, der sich bereits über viele Anfragen zur Nutzung dieser Schule freut.

Landesrat Max Hiegelsberger zeigte sich begeistert über die Kooperation zwischen Schule und den Bauverantwortlichen. „So konnte ein bestmögliches Ergebnis in relativ kurzer Zeit erzielt werden und das mit einem Kostenaufwand, der sich in Grenzen hielt“, freute sich LR Hiegelsberger und betonte: „Was diese Schule in ihrer Gesamtheit leistet, ist einzigartig in Oberösterreich.“ Er stellte auch fest, dass gerade Landwirtschaftsschulen gerade in Zeiten des Klimawandels besonders gebraucht werden.

Abt Nikolaus Thiel gratulierte zum gelungenen Schulgebäude, und strich die gute und lange Verbindung zw. Stift Schlierbach und Landwirtschaftsschule heraus. Bürgermeisterin Katharina Seebacher ist von der Verbindung zwischen Lernen und der Praxis mit dem Leben draußen begeistert und freut sich über den Gebäudekomplex, der sich optisch gut in das Ortsbild einfügt.

Architekt DI Gerhard Austaller, selbst Absolvent der landw. Abendschule in Schlierbach, verfolgte das Ziel, ein neutrales Gebäude mit mehr Licht durch offene Räume zu schaffen. „Der Gedanke, dass sich die Schule selbst einbringen kann, wurde gut umgesetzt. Hausmeister, Lehrer und auch Schüler brachten viele eigene Ideen und wenn möglich, auch die eigene Arbeitskraft ein“ so Austaller.

Auf die Frage, warum in das landw. Schulwesen in OÖ so viel investiert wird, antwortete Landeschulinspektor Ing. Johann Plakolm: „Einerseits steht unser Agrarlandesrat voll hinter den Schulen und andererseits sind die Schulen als Bildungsdrehscheiben auch außerhalb der Unterrichtsstunden stark frequentiert. In Schlierbach sprach speziell auch die langjährige Innovationskraft für diese Modernisierung.“

BBK-Obmann Andreas Ehrenhuber bezeichnete die Schule als Um und Auf für die Region. Aus einer Winterschule entwickelte sich ein Bildungszentrum, aus der Absolventinnen und Absolventen hervorgehen, die auch als qualifizierte Lehrlinge und Fachkräfte in der Region gefragt sind.

Auch der Vertreter der Lehrkräfte und ein Vertreter der Schüler zeigen sich in der Talkrunde begeistert von den neuen, großartigen Räumlichkeiten, den Lebensmittelverarbeitungs- und Übungsräumen, den wohnlichen Internatsräumen und von den großzügigen, modernst ausgestatteten Lehrwerkstätten, die schon vor der Sanierung der Schule im ehemaligen Stiftsmeierhof geschaffen wurden.

Schlierbach als kleiner, aber vielseitiger Schulstandort erfährt mit diesem Gebäude eine Bereicherung. Dem Leitbildgedanken „Leben und lernen mit den Menschen der Region“ ist damit wieder zusätzlicher Auftrieb gegeben.