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Lemken setzt auf mechanischen Pflanzenschutz

Die Diskussionen um einen nachhaltigen Pflanzenschutz sowie die ständig steigenden gesetzlichen Anforderungen in den verschiedenen Märkten veranlassen den Landtechnikspezialisten jetzt dazu, die Produktion von konventionellen Feldspritzen dauerhaft einzustellen.
Das Familienunternehmen Lemken will sich mit diesem Schritt stark und unabhängig für die Zukunft aufstellen. Das bedeutet, dass man das Angebot in den Produktbereichen Bodenbearbeitung, Sätechnik und Crop Care stärken und noch weiter ausbauen will, um sich als innovativer Marktführer zu behaupten. Dabei wird sich „Crop Care“ künftig auf nachhaltige Pflanzenschutzlösungen (inklusive der kürzlich ergänzten Düngerstreuer) konzentrieren. Dazu hat Lemken vor zwei Jahren den niederländischen Hacktechnikspezialisten Steketee übernommen. Hierdurch ergeben sich Möglichkeiten, die mechanische Unkrautbekämpfung zusammen mit präziser selektiver Bandspritzung oder Spotspraying einzusetzen und damit zu umweltgerechteren Lösungen im Vergleich zur Flächenspritzung beizutragen. Gleichzeitig spart der Landwirt mit den neuen Verfahren Aufwand und Kosten.
Van der Ley sieht einen Trend, die steigende Nachfrage nach mechanischer Unkrautbekämpfung mit intelligenter Steuerung zu begleiten. „Steketee hat nicht nur innovative Hacktechnik im Portfolio, sondern auch die intelligenteste Kameratechnologie am Markt. Wir wollen diese Maschinen mit unseren digitalen Lösungen verknüpfen und lernfähig machen. Das Umfeld verändert sich gerade sehr schnell. Deshalb stellen sich die Landwirte und Lohnunternehmer jetzt auf, egal ob im Bio- oder im konventionellen Anbau, und wählen für sich das beste Modell für eine smarte nachhaltige Bewirtschaftung aus. Das ist ein Zukunftsthema für uns alle, um die weltweite Ernährung trotz Umweltrestriktionen zu sichern.“
Der für die Feldspritzen verwendete Produktionsstandort in Haren (Emsland) bleibt erhalten und wird sogar ausgebaut; dort sollen künftig die Drillmaschinen montiert werden. Mit diesem Schritt wird eine baldige Erweiterung für die stark gestiegene Nachfrage in diesem Bereich möglich und zudem Platz für weitere geplante Gerätemodelle im Drill- und Einzelkornsegment gewonnen. Gleichzeitig werden dadurch im Hauptwerk in Alpen zusätzliche Kapazitäten für die Produktion der Bodenbearbeitungsgeräte frei. Für Landwirte, die eine Lemken Feldspritze besitzen, sind sowohl die Ersatzteilversorgung als auch die Betreuung durch den Lemken Service weiterhin gewährleistet. Bis zum Jahresende werden Kundenbestellungen noch angenommen und ausgeliefert.
Als Spezialist für den professionellen Pflanzenbau gehört Lemken mit weltweit mehr als 1.600 Mitarbeitern und einem Umsatz von 380 Mio. Euro zu den führenden Unternehmen in Europa. Das Tochterunternehmen Steketee fertigt im niederländischen Stad aan ‚t Haringvliet Geräte zur mechanischen Unkrautbekämpfung mit innovativer Kameratechnik zur automatischen Maschinenführung. Innovationen zum besten Kundennutzen bestimmen unser Denken und Handeln. Weitere Informationen zu Lemken finden Sie auf unserer Homepage www.lemken.com.

Der Beitrag Lemken setzt auf mechanischen Pflanzenschutz erschien zuerst auf Blick ins Land.