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Lieblingsobst in Obsterreich

 

Äpfel sind für 90 Prozent der Österreicher das beliebteste Obst. Und für 92 Prozent der Bevölkerung ist es wichtig, dass die gekauften Äpfel auch aus Österreich stammen. Die Vorzüge heimischer Äpfel als ältestes und gesündestes Fast-Food der Welt liegen auf der Hand, so Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher: „Die heimischen Obstbauern können die Steirerinnen und Steirer ganzjährig mit Äpfeln aus der Region versorgen, sie haben kurze Transportwege und sichern tausende Arbeitsplätze.“ Und: Die steirischen Äpfel erfüllen die hohen österreichischen Produktions-, Sozial und Umweltstandards.
70 Prozent der Bevölkerung erwartet sich auch, dass der Apfelsaft von Äpfeln aus Österreich stammt. „Die Realität schaut anders aus. Bei der Herkunft der Äpfel in Apfelsäften tappen die Konsumenten leider häufig im Dunkeln“, sagt Kammerdirektor Werner Brugner. Der Apfelsaft-Store-Check der Landwirtschaftskammer zeigt, dass die tatsächliche Herkunft der Äpfel von Apfelsäften bei einem Großteil der untersuchten Säfte verschwiegen wird, weil mit hoher Wahrscheinlichkeit keine heimischen Äpfel verwendet werden. Brugner: „Bei fast zwei Drittel – konkret sind es 60 Prozent – der auf die Apfelherkunft getesteten Säfte, verschweigen die Hersteller das Herkunftsland der Äpfel.“  Und weiter: „Vor allem die Tetrapack-Säfte stammen zu über 80 Prozent von energieaufwendig eingedicktem und wieder rückverdünntem Apfelsaft-Konzentrat von irgendwoher.“ Es ist davon auszugehen, dass solche Apfelsaftkonzentrate von internationalen Herstellern stammen. So ist China der weltweit größte Apfelsaft-Konzentrat-Produzent, in Europa ist es Polen.
Bei 33 Testeinkäufen wurden insgesamt 168 Apfelsaft-Proben gezogen und dann auf die Herkunft der Rohwaren untersucht. Untersucht wurden auch 25 Biosäfte, wovon bei 16 Säften die verwendeten Äpfel österreichischer Herkunft waren, bei 9 Säften kamen die Äpfel aus der EU. Alle Biosäfte waren korrekt deklariert.
 „Mit dem Griff zum steirischen Apfel tun wir unserer Gesundheit etwas Gutes und sichern wertvolle Arbeitsplätze in der Steiermark, denn heimische Äpfel sind ein echtes Superfood. Gerade jetzt, wo unsere Gesundheit durch das Coronavirus jeden Tag gefordert ist, ist der Griff zum Apfel eine Wohltat“, so Landesrat Hans Seitinger. Seitinger verweist auf die enormen Anstrengungen, etwa im Hinblick auf den Spätfrost, die die heimischen Apfelproduzenten unternehmen, um auch in diesem Jahr eine hervorragende Qualität anbieten zu können. Der Landesrat appelliert daher: „Achten Sie beim Einkauf auf die Herkunft und genießen Sie gesunde Äpfel aus der Steiermark!“
  „Mit geschätzten 121.000 Tonnen fällt die steirische Ernte frostbedingt zwar um 17 Prozent niedriger aus als im Vorjahr, trotzdem ist die heimische Versorgung ganzjährig ausreichend gedeckt“, betont Präsident Titschenbacher. Nur durch den Kauf von heimischen Lebensmitteln ist die Existenz unserer bäuerlichen Landwirtschaft und damit die sichere Versorgung der Bevölkerung – auch in Krisenzeiten – gewährleistet.
 „Sehr gut entwickelt hat sich dank der ständig steigenden Nachfrage der Bioanbau. Bei Äpfeln sind wir Bioweltmeister. Auf bereits 20 Prozent der Anbaufläche oder 1.200 Hektar kultivieren unsere Obstbauern Bioäpfel, unterstreicht Titschenbacher. 

 Die Steiermark ist das Obstland Nummer 1. Auf 5.897 Hektar kultivieren 1.116 Obstbaubetriebe steirische Äpfel. Die Apfelanbaufläche ist leicht rückläufig, wird aber durch einen verstärkten Anbau von Beerenobst und Tafelbirnen ausgeglichen.

Der Beitrag Lieblingsobst in Obsterreich erschien zuerst auf Blick ins Land.