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Maschinenring-Ackerbaufeldtag 2021

Die Maschinenring-Ackerbaufeldtage haben sich als wesentliche Plattform für Landwirtinnen und Landwirte etabliert. Sie informieren über aktuelle Entwicklungen in der Landtechnik, bieten die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und Dialog mit Fachexperten. Am Samstag, den 13. August 2021, veranstaltete der Maschinenring Wels gemeinsam mit dem Maschinenring Oberösterreich einen Ackerbaufeldtag.

Auf dem zwölf Hektar großem Areal in Bichlwimm präsentierten die Agrar-Experten des Maschinenring sowie externe Spezialisten wie Norbert Ecker von Agrar-EN aktuelle Entwicklungen der Landtechnik. Dabei stand neben wechselseitigem Austausch und Wissensvermittlung auch die aktuelle Wettersituation im Vordergrund: Die teils extrem hohen Niederschlagsmengen beeinflussen die Bodenbedingungen und stellen die Landwirtschaft vor Schwierigkeiten in der Erntephase und in der Folge vor neue Herausforderungen in der Bodenbearbeitung.

Bodenbearbeitung mit Grubber

Den Praxisbezug dieses Ackerbaufeldtages stellte der Maschinenring gleich zu Beginn unter Beweis: den Besuchern wurden Grubber – Scheibengrubber, Flachgrubber und Flügelschargrubber mit Einsatzgebieten vorgeführt und die Stärken erklärt.

CULTAN-Düngung

Das CULTAN-Verfahren, die Stickstoffdüngung durch Injektion direkt an der Wurzel, ist momentan in aller Munde. Dem entsprechend hoch war das Interesse an der Düngemethode, die intensivere Feinwurzelausbildung, höhere Widerstandsfähigkeit und erhebliche Düngeeinsparung mit sich bringt. Ergänzend dazu waren Technikvorführungen einer Zinkensämaschine und eines Direktsägerätes der neuesten Generation.

Landwirtschaft 4.0 – Digitalisierung ist am Vormarsch

Doch nicht nur große Maschinen standen im Fokus: Im Stationenbetrieb präsentierten die Agrarexperten digitale Entwicklungen, die für die Landwirtschaft großen Nutzen haben. „Der Maschinenring Wels trat schon immer dafür ein die Digitalisierung weiter voran zu treiben und für alle nutzbar zu machen“, betonte Heinz Grabner, Obmann vom Maschinenring Wels. Dazu  erfolgten Informationen über die Digitalisierungsprojekte des Maschinenring wie RTK-Signal, Stenon Bodensensor, Nährstoffmanagement und Smart Antenne.

Auswirkung Reifendruck auf den Boden – Live-Praxistest

Ein Höhepunkt des Ackerfeldtags war ein Praxisversuch, der den Zusammenhang zwischen Reifendruck und Bodenverdichtung anschaulich unter Beweis stellte. Denn: Sobald ein Fahrzeug über den Boden rollt, bilden sich aufgrund der Drucklast Setzungen, so genannte „Druckzwiebeln“, die der Boden nicht vergisst. Die Folgen sind massive Bodenverdichtungen, der Boden kann Wasser und Luft nur noch schlecht aufnehmen, Mikroorganismen sterben, die Wertigkeit und biologische Qualität nimmt ab, es drohen Erosionen. Ein an die Arbeit am Feld angepasster Luftdruck der Reifen (Ackerdruck) und die somit besser verteilte Drucklast schont den Boden.