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Oberösterreicher kulinarisch unauffällig

Gutes Essen und Getränke sind die Top-Interessensgebiete der oberösterreichischen Bevölkerung. Mit Lebensmittelqualität verbinden sie hauptsächlich Bio, Regionalität und Frische. Der Großteil ernährt sich ohne besondere Einschränkungen. Gern gegessen werden Obst und Gemüse, bevorzugt werden Produkte aus dem Inland und man achtet auf eine ausgewogene sowie regelmäßige Ernährung. So lauten kurzgefasst die Ergebnisse der jüngsten IMAS-Studie unter 541 Befragten, die die Ernährungsgewohnheiten der Oberösterreicher im Trend darstellt. „Die Ergebnisse zeigen klar, dass die Kulinarik ein wichtiger Teil der Lebensfreude in Oberösterreich ist. Die Qualität und Frische der Lebensmittel sowie eine regionale Herkunft sind wichtig, darauf wird im Einkauf Wert gelegt. Das verdeutlicht die hohe Wertschätzung für unsere heimischen, bäuerlichen Betriebe, die gezielt auf Qualitätsproduktion und Vielfältigkeit setzen“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger. „Um sich bewusst für heimische und regionale Zutaten im Essen zu entscheiden, braucht es eine eindeutig nachvollziehbare Auslobung. Eine Herkunftskennzeichnung schafft eine Win-win-Situation für die bäuerlichen Erzeuger, die Verbraucher und die Regionen.“Um Vergleiche zu ermöglichen, baut die jüngste Befragung auf jener des Jahres 2017 auf. Zusätzlich wurden Daten der ERNA (Analyse des österreichischen Ernährungsverhaltens) 1987 sowie 1976 herangezogen.
Bei fast zwei Drittel der befragten Oberösterreicher stehen gutes Essen und gute Getränke an erster Stelle. Das sind um 18% mehr als bei ERNA 1976. Bei der Lebensmittelqualität wird besonders auf Bio, Regionalität und Frische geachtet. Der Konsum von Fleischspeisen nimmt leicht ab – es gilt Qualität statt Masse und Regionalität statt Globalisierung. Im Vergleich zu 2017 nehmen die Bedeutung der artgerechten Tierhaltung, das Anliegen „keine Konservierungsstoffe“ und die umweltschonende Produktion am stärksten zu.
Ähnlich wie beim Ernährungsreport 2017 greift die oberösterreichische Bevölkerung gerne zu Obst und Gemüse, verwendet bevorzugt heimische Produkte und achtet auf eine ausgewogene sowie regelmäßige Ernährung. Aspekte wie Regionalität, nur hochqualitative Fette und Öle zu verwenden sowie die Vermeidung von Zucker und Süßigkeiten folgen danach. Der Aspekt, kein Fleisch beziehungsweise keine tierischen Produkte zu essen, nimmt seit 1987 nur leicht zu.
Bei 59% wird das Mittagessen zu Hause eingenommen. Am häufigsten wird mittags eine Hauptspeise mit Fleisch gegessen. Auch hier zeigt der Langzeittrend, dass Fleischspeisen sowie Suppen rückläufig sind, während fleischlose Gerichte deutlich zunehmen.
Brot und Gebäck, Obst, Milch, Butter und Gemüse stehen täglich auf dem Speiseplan. Fleisch wird durchschnittlich an 3,3 Tagen pro Woche gegessen – am häufigsten von Geflügel und Schwein. Fleischersatzprodukte und Sojadrinks werden hingegen von den Befragten kaum konsumiert.
Spezielle Ernährungsformen (laktosefrei, ohne Kuhmilch, histaminfrei etc.) sind Nischenthemen. Bei 7% der Befragten wurde bereits medizinisch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit festgestellt. Als Veganer oder Vegetarier bezeichnen sich nur wenige der Befragten. 14% leben als Flexitarier, sie essen also hin und wieder Fleisch.
Aufbauend auf diesen Ergebnissen setzt der Online-Blog „Schmeck’s – Ernährung auf Oberösterreichisch“ einen Schwerpunkt auf die Ernährungsbildung im Bundesland. Die regionale Esskultur wird verstärkt durch die Initiative „Genussland Oberösterreich“, bei der bäuerliche Produzenten sowie die Gastronomie im Vordergrund stehen.

Der Beitrag Oberösterreicher kulinarisch unauffällig erschien zuerst auf Blick ins Land.