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Regionale Kost kostet das Heer mehr

 

Lebensmittel aus der Region sind frisch, saisonal und schonen die Umwelt durch kürzere Transportwege. Die Bundesregierung will die Bevölkerung nicht nur dazu ermuntern, verstärkt regional und saisonal einzukaufen, sondern geht auch selbst mit gutem Beispiel voran. Ziel der Initiative “Unser Heer isst regional” ist es, dass auch bei der öffentlichen Beschaffung heimische Lebensmittel den Vorzug bekommen.

Unter diesem Motto geht das Bundesheer hier mit positivem Beispiel voran und wird bei der Verpflegung der Soldatinnen und Soldaten künftig mehr auf regionale Lebensmittel setzen. Bei einem Lokalaugenschein in der Küche der Rossauerkaserne in Wien erklärten Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger den Vorteil für Bundesheer und die regionale Landwirtschaft.

Zitat Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „Das Bundesheer beteiligt sich schon lange am ‚Aktionsplan nachhaltige öffentliche Beschaffung‘. Mehr als 70% der Lebensmittel, die verarbeitet werden, stammen aus Österreich. Obst und Gemüse, Back- und Konditorwaren kommen in der Regel aus der näheren Umgebung. Wir leisten damit einen großen Beitrag, um die regionale Wertschöpfungskette zu stärken.“

Zitat Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger: „Wir wollen die öffentliche Beschaffung möglichst umfassend auf die Verarbeitung heimischer Lebensmittel umstellen, um mit gutem Beispiel voranzugehen. Die Gemeinschaftsverpflegung – wie beim Bundesheer – ist ein wichtiger Hebel, um die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln zu stärken. Indem auch andere Großküchen – etwa von Spitälern, Kindergärten oder Schulen – verstärkt mit Produkten von Bäuerinnen und Bauern aus der Region arbeiten, stärken wir die regionale Wertschöpfungskette“

Im Bundesheer gibt es knapp 90 Verpflegungseinrichtungen. Die Finalisierungsküche Allentsteig verpflegte 2019 ca. 53.000 Personen mit Frühstück, Mittag, Abendessen. Die Truppenküche Hessen-Kaserne in Wels verpflegte 2019 ca. 55.000 Heeresangehörige mit Frühstück, Mittag, Abendessen. Die Truppenküche Pontlatz-Kaserne in Wels verpflegte 2019 ca. 33.000 Soldatinnen und Soldaten mit Frühstück, Mittag, Abendessen. Im Jahr 2018 betrug der Wareneinsatz für die Produktion von ca. 7,1 Mio. Teiltagesportionen (Frühstück, Mittag, Abend) etwa 17,3 Mio. Euro. Mit dem Projekt „Klimateller“ setzt das BMLV zudem ein Zeichen, dass mit bewusster Ernährung ein Beitrag gegen den Klimawandel geleistet werden kann.

Projekt „Österreich isst regional“:

Erster Schritt war die Einführung des Bestbieterprinzips.
Die Beschaffungspraxis hat in den letzten Jahren gezeigt, dass durch extrem niedrige Preise das Qualitätskriterium ausgehebelt werden konnte.
Seit 2018 muss neben dem Preis ein weiteres Qualitätsmerkmal als Zuschlagskriterium definiert werden.
Gilt für alle Lebensmittel, auch für verarbeitete Produkte wie Käse, Joghurt, etc.

Wie viel kostet das Projekt „Österreich isst regional“?

In einer ersten Phase wurden 2 Mio. Euro Bund/Länder (Für 3 Jahre) budgetiert.
Die Initiative wird über EU Mittel Co-finanziert.

Wie soll eine regionale Beschaffung funktionieren?

Durch den stärkeren Fokus auf die regionale öffentliche Beschaffung, testet die BBG neue Herangehensweisen in der regionalen Beschaffung (Dynamische Beschaffungsmodell).
Mit Hilfe des sogenannten Dynamischen Beschaffungssystems entwickelt die BBG ein elektronisches Einkaufstool, um regionalere Beschaffungsvorgänge vergaberechtskonform abzubilden.
Die neue Herangehensweise richtet sich vor allem an Primärerzeuger (bäuerliche Betriebe) und das Lebensmittelhandwerk.
Es eröffnet öffentlichen Institutionen die Möglichkeit, noch stärker regionale Besonderheiten und spezifische Qualitätsanforderungen zu berücksichtigen.

Welche Qualitätskriterien können angewandt werden?

Nennung Herkunft und/oder Produzent
AMA-Gütesiegel
Berücksichtigung von Regionalität in den Spezifikationen
Regionale Losteilung & KMU (Kurze Transportwege)
Bio-Produkte in allen Warenkörben
GVO-Freiheit

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