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Regionalhype trifft auf Milchpreis

Die österreichischen Erzeugermilchpreise blieben im April 2020 noch stabil. Die Molkereien und Käsereien zahlten ihren bäuerlichen Lieferanten für GVO-freie Qualitätsmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß im Schnitt 37,11 Cent/kg netto. Damit wurde das Vorjahresniveau um 0,76 Cent netto unterschritten.

Für GVO-freie Qualitätsmilch ohne Bio- und Heumilchzuschlag zahlten die Molkereien durchschnittlich 34,43 Cent netto/kg. Für Biomilch erlösten die Lieferanten im Mittel 44,31 Cent je kg.Auf Basis des natürlichen Fett- und Eiweißgehalts berechnet, lag der Milchpreis im April 2020 im Schnitt bei nahezu unveränderten 37,21 Cent netto/kg (Durchschnitt aller Qualitäten).
Die AMA erwartet im Mai einen Erzeugermilchpreis von 36,60 Cent/kg (Durchschnitt aller Qualitäten und Inhaltsstoffe). Ausschlaggebend für die weiteren Monate wird laut AMA auch sein, ob die Milcherzeuger das Anlieferungsverhalten auf die Verarbeitungs- und Vermarktungsmöglichkeiten der Molkereien anpassen. Drei Molkereien haben im Zuge der Corona-Krise mit ihren Lieferanten im April und Mai eine Reduktion der Liefermengen vereinbart, um den Erzeugerpreis zu stabilisieren.
Die Milchanlieferung lag um 0,5% über der Menge des Vorjahresmonats. Seit August 2019 lag die monatliche Rohmilchanlieferung immer leicht über den Werten aus dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Der durchschnittliche EU-Erzeugermilchpreis für April 2020 wird von der EU-Kommission auf 34,23 Cent/kg netto geschätzt und hat demnach kaum nachgegeben. Die Milchanlieferung innerhalb der Union befindet sich weiterhin auf einem hohen Niveau: Von Jänner bis März 2020 wurde der Vorjahreswert insgesamt um 1,7 % übertroffen.

Der Beitrag Regionalhype trifft auf Milchpreis erschien zuerst auf Blick ins Land.