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Ricarda Berg startet Innovations-Coaching

DI Ricarda Berg hat den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. Seit Monatsbeginn April bietet sie Innovations-Coaching für Landwirtinnen und Landwirte an.

Die BOKU-Absolventin ist selbst auf einem Bauernhof in Lichtenau (Westfalen) aufgewachsen und hat von Kindheit an das Spannungsfeld zwischen Praxis, politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen sowie gesellschaftlichen Anliegen und Wünschen miterlebt. Sie absolvierte ihr Studium der Agrar- und Ernährungswirtschaft mit den Schwerpunkten Agrarmarketing und Agrar- und Ernährungspolitik an der Universität für Bodenkultur und lebt seit 10 Jahren in Wien

Zu ihrer neuen Aufgabe meint Berg wörtlich: „Ich fühle mich verantwortlich, die Bedeutung und den Wert der regionalen Familienlandwirtschaft in unserer Gesellschaft zu verankern. Dafür ist es wichtig, dass Landwirtinnen und Landwirte ihre wertschätzende und verantwortungsvolle Arbeit mit Tieren und Pflanzen in den Mittelpunkt stellen. Diese Werte sind auch in weiteren Verarbeitungs- und Veredelungsstufen sowie in der Kennzeichnung neben Qualität und Frische zentral“.

Es sei nämlich für viele Landwirte eine immer größere Herausforderung, Verständnis und Vertrauen für ihre Arbeit und Wertschätzung für ihre Produkte zu erhalten. Berg: „Mithilfe eines Innovations-Coachings auf Basis ganzheitlicher und nachhaltiger Kommunikation entlang der regionalen Lebensmittelkette können Betriebsleiter individuelle kommunikative Herausforderungen überwinden und ihre Höfe authentisch, erfolgreich und nachhaltig in die Zukunft führen.“ Ihr Angebot richtet sich auch an zukünftige Hofübernehmer innerhalb und außerhalb der Familie sowie an Zusammenschlüsse von Landwirtinnen und Landwirte.  

Wertedialog mit der Gesellschaft

Dass viele Landwirte sich von bestimmten Teilen der Gesellschaft zu Unrecht angeprangert fühlen, kann die Unternehmerin verstehen: „Es fällt auf den ersten Blick nicht leicht, sich den Anliegen und Wünschen der Gesellschaft gegenüber zu öffnen, wenn man massiv an den Pranger gestellt und für alles Dass viele Landwirte sich von bestimmten Teilen der Gesellschaft zu Unrecht angeprangert fühlen, kann die Unternehmerin verstehen: „Es fällt auf den ersten Blick nicht leicht, sich den Anliegen und Wünschen der Gesellschaft gegenüber zu öffnen, wenn man massiv an den Pranger gestellt und für alles verantwortlich gemacht wird. Hier sind Reflexion und Strategie gefragt. Wenn ich einen professionellen Rahmen für verschiedene Meinungen einhalte und mich den Sichtweisen anderer Menschen gegenüber öffne, kann ich den Diskurs aus der Distanz und sachlich betrachten. Auf dieser Basis entdecke ich neue Möglichkeiten für meinen Hof und sehe klarer, wofür ich mit meinem Betrieb stehen will. Mir ist wichtig, dass Landwirtinnen und Landwirte hier professionellen und direkten Rückhalt bekommen, wenn sie sich diesen wünschen.“

#ichbinlandwirtin Challenge

Ricarda Berg unterstützt Landwirte nicht nur persönlich. Die Unternehmerin hat eine #ichbinlandwirtin Challenge initiiert, um die Kommunikation in der Landwirtschaft ins Fließen zu bringen und alles, was diesen Fluss stört, aus dem Weg zu räumen, damit die Kommunikation in die Breite fließen kann. Bei der Challenge geht es darum, zu erzählen, warum man Landwirt ist und seine persönlichen Werte auf Augenhöhe mit der Gesellschaft zu kommunizieren. Landwirte können auf dieser Basis offen über die Herausforderungen auf ihren Höfen sprechen und sich mit Berufskollegen vernetzen, die bereits Lösungen gefunden haben und ihre innovativen Projekte Schritt für Schritt umsetzen.

Man findet eine Anleitung für ein kurzes Video sowie weitere Infos auf der Homepage www.ricardaberg.com, Facebook (www.facebook.com/ricardaberginnovationscoaching/), Instagram (www.instagram.com/ricarda_berg/) und YouTube (https://www.youtube.com/channel/UCxEQR52dLWgHEyOresgoIMA).