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Schadholzbringung steht auf dem Spiel

 

Ein zentrales Thema für die österreichische Holz-und Papierindustrie ist die ausreichende Versorgung mit dem Rohstoff Holz. Frühling und Sommer werden wieder verstärkt Schadholz durch die Verbreitung des Borkenkäfers bringen. Zu befürchten ist, dass dieses Holz von der bereits krisengeschwächten Holzindustrie nicht mehr aufgenommen werden kann. Der volkswirtschaftliche Schadenwäre besonders groß, würde das Schadholz der heimischen Forstbetriebe aufgrund stillstehender Industriebetriebe oder minimaler Produktionsmöglichkeiten über lange Zeit kaum mehr Abnahme in der Holzindustrie finden.

Die rund 145.000 Waldbesitzer und damit die ländliche Wertschöpfung sind davon stark betroffen. Neben zahlreichen Existenzen ist auch der Wald bedroht. Der Zustand der Wälder würde sich dramatisch verschlechtern, wenn das Schadholz nicht mehr aus dem Wald gebracht werden würde. Das für den Borkenkäfer bruttaugliche Schadholz würde die Ausbreitung des Schädlings begünstigen. Der Wald bräuchte Jahrzehnte bis er wieder in seinem heutigen Zustand ist.

Waldhygienische Maßnahmen und damit die Nutzung von Holz sind daher besonders wichtig. Holz ist in Österreich der wichtigste nachhaltig zur Verfügung stehende Rohstoff. Insgesamt werden jährlich rund 25 Millionen Erntefestmeter ohne Rinde stofflich genutzt. Dadurch wird Kohlenstoff in Produkten gespeichert und dem CO2-Kreislauf mittelfristig entzogen. Im Hinblick auf unsere aktuellen Herausforderungen ist Holz ein unverzichtbarer Baustein für die Grundversorgung der Bevölkerung.

Appell an die Bunderegierung „Die Wertschöpfungskette Holz ist nun massiv gefordert, gemeinsam diese Krise zu managen. Es braucht jedoch vor allem die Unterstützung der Politik, um in diesen herausfordernden Zeiten zu bestehen. Nur mit ihrer Unterstützung kann es gelingen, die Versorgungssicherung in Österreich, die Zukunft der 172.000Betriebe mit ihren 300.000 Mitarbeitern und unseren heimischen Schatz –den Rohstoff Holz–vor schwerwiegenden Folgeschäden zu bewahren.“, sagt FHP-Vorsitzender Rudolf Rosenstatter.  Der Appell an die Politik lautet daher, die Baustellen praktikabel aufrecht zu halten, den freien Grenzverkehr für Schlüsselarbeitskräfte sowie für Exporte sicherzustellen und damit auch eine bessere Schadholzbewältigung zu gewährleisten. Zudem benötigt die Wertschöpfungskette Holz in den kommenden Monaten Unterstützung in einer umfassenden Lösung der Schadholzproblematik–zur Rettung des heimischen Waldes.

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