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Sicher und sauber auf der Alm

 

Nach dem Tod einer Almbesucherin aufgrund eines Zwischenfalls mit einer Kuh und dem entsprechenden Urteil 2019 hat das BMLRT reagiert. Gemeinsam mit Almwirtschaft und Tourismus wurde der „Aktionsplan für sichere Almen“ geschnürt. Seitdem gibt es 10 Regeln für das richtige Verhalten im Umgang mit Weidevieh. Die Eigenverantwortung von Alm-Besuchern wurde erstmals gesetzlich verankert. Die Seite sichere-almen.at wurde ins Leben gerufen, wo detaillierte Informationen und Erklärvideos zur Verfügung stehen.

Seit dem Corona-Krisenjahr 2020 hat die Bergwelt noch mehr Anziehungskraft gewonnen. Viele Gäste sind zum ersten Mal auf den Almen unterwegs. Darum wurden vier Schwerpunkte für eine sichere Alm-Saison 2021 definiert:

Die zehn Verhaltensregeln einhalten!

2. Müll vermeiden und richtig entsorgen!

Neues Service: Zusätzliche Information über Mutterkühe bzw. Weidevieh in Online-Tourenkarten

Almbesucher werden sich in Zukunft bereits bei der Tourenplanung informieren können, wo sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Mutterkühe bzw. Weidetiere aufhalten können.
Dieses neue Karten-Service ist derzeit in der finalen Phase. Ab Anfang Juli wird in Online-Wanderkarten der Alpenvereine zu sehen sein, wenn in einem Gebiet mit Mutterkühen bzw. Weidevieh zu rechnen ist. In diesem Fall werden gleichzeitig Informationen zur Verfügung gestellt, wie man sich im Umgang mit Weidevieh richtig verhält – vor allem, wenn man mit Hund unterwegs ist.
Österreichweit werden rund 8.000 Almen bewirtschaftet. Insgesamt werden rund 432.000 Tiere aufgetrieben: 10.000 Pferde, 300.000 Rinder, 110.000 Schafe, 12.000 Ziegen.

Almprodukte vor den Vorhang holen!

Unsere Almbäuerinnen und Almbauern produzieren regionale Produkte bester Qualität. Ziel ist, die Vermarktung von Almprodukten zu intensivieren, damit sich noch mehr Wanderer ein Stück Alm mit nach Hause nehmen können.
Der Verein Almwirtschaft Österreich hat als Dachverband aller Almwirtschaftsvereine der Bundesländer gemeinsam mit der AMA Marketing entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen, damit eine Vermarktungsinitiative für Almprodukte gestartet werden kann.
Das übergeordnete Ziel ist eine höhere Wertschöpfung für die Almen durch qualitäts- und herkunftsgesicherte Almprodukte und die neuen Marken „Von der Alm“, „Alm“ sowie „Von der Alp“ und „Alp“. Derzeit wird intensiv daran gearbeitet Almen und Betriebe aus dem Bereich der Verarbeitung für die Initiative zu gewinnen.

Landwirtschafts- und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger: „Jeder von uns geht gerne auf die Alm, weil das einzigartige Naturlandschaften sind. Gerade durch die Corona-Krise hat die heimische Bergwelt noch mehr Anziehungskraft gewonnen. Mangelnde Kenntnis über das richtige Verhalten auf der Alm, aber auch steigende Vermüllung stellen die heimische Almwirtschaft vor große Herausforderungen. Darum habe ich erneut zu einem Almgipfel geladen: wir wollen ein gutes und sicheres Miteinander auf Österreichs Almen.“

Der Beitrag Sicher und sauber auf der Alm erschien zuerst auf Blick ins Land.