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Supermarkthonig selten inländisch

Wenig erfreulich ist das Ergebnis des aktuellen Einkaufstests der LK- Steiermark. Fast 70 Prozent der Honige in den Supermärkten kommen aus dem Ausland und davon sind 90 Prozent Mischhonige. Solche Mischhonige werden beispielsweise von Honigen aus Rumänien, Uruguay, Brasilien und Argentinien zusammengemischt. Gekennzeichnet sind diese Mischhonige mit „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“, ohne das Herkunftsland genau anzugeben. Auf Honigen von heimischen Imkern hingegen sind der genaue Name und die Adresse der Imkerei angegeben.

Der Biohoniganteil liegt bei exakt 18,4 Prozent. Befremdend ist jedoch, dass die Hälfte des Biohonig-Angebotes in den Supermärkten ebenfalls ausländische Mischhonige mit der Kennzeichnung „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“ sind. Auch diese Mischhonige kommen weitgereist beispielsweise aus Thailand, Mexiko oder Brasilien.

Nur 31,2 Prozent des in den größten Supermärkten der Steiermark angebotenen Honigs kommt aus Österreich“, sagt LK-Direktor Brugner. Davon kommt wiederum ein Drittel aus der Steiermark. Die zwei größten österreichischen Honiganbieter haben fast nur ausländische Honige und Mischhonige im Sortiment. Kammerdirektor Werner Brugner fordert daher eine Herkunftskennzeichnung dieser ausländischen Honige, um den Konsumenten die erwartete Klarheit einzuschenken. Konkret soll bei Honigmischungen jedes Herkunftsland mit der Prozentangabe der vermischten Honigmenge angegeben werden. Auf dem Etikett könnte beispielsweise stehen: 70 Prozent Ukraine, 25 Prozent China und 5 Prozent Italien.

Den Honigliebhabern empfiehlt die LK direkt bei heimischen Imkern zu kaufen. “ Erkennbar sind heimische Honige höchster Qualität zusätzlich an der rot-weiß-roten Banderole mit Prüfnummer. Auf dieser Banderole des Imkerbundes steht „Naturbelassener Honig – kontrollierte Qualität aus Österreich“
Das Store-Checker Team der LK hat in der ersten Dezemberwoche den Einkaufstest in den elf größten Supermärkten in der Steiermark durchgeführt. Untersucht wurde die Herkunft der angebotenen Honige. Insgesamt wurden 234 Honige unter die Lupe genommen