Durch Nachsäen Ertrag sichern

 

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Grünlandbewirtschaftung stark verändert. Neue technische Möglichkeiten, die großflächige Umstellung von Heuwirtschaft auf Silageerzeugung und Verlängerung der Vegetationszeit durch Klimaerwärmung taten das Ihrige dazu.

Damit hat sich vor allem die Schnitthäufigkeit erhöht. Von zwei bis drei Nutzungen wird das Dauergrünland auf vielen Betrieben heute fünf- bis sechsmal genutzt. Damit hat sich zwar die Qualität des Erntegutes steigern lassen. Die Regeneration der Pflanzengemeinschaft leidet allerdings darunter.

Mit der geplanten periodischen Nachsaat lassen sich Mengen- und Qualitätsverluste verhindern, bevor diese spürbar werden. Regelmäßige Bestandeskontrollen und Artenkenntnis sind da wichtige Voraussetzungen. Betriebs- und nutzungsspezifische Perioden von ein bis drei Jahren haben sich als sehr praxistauglich erwiesen. Mit der geeigneten Mischung, aber auch mit gezielt eingesetzten Einzelkomponenten bleiben Dauerwiesen vital und ertragsstabil. Je nach Einsatzabstand sind 8 bis 15 kg Saatgut dafür ausreichend.

Bei einer Grünlandsanierung erhöhen sich Arbeitsaufwand und Kosten hingegen deutlich. Für das Entfernen von z.B. Gemeiner Rispe muss ein Starkstriegel eingesetzt werden. Das anfallende Material muss abgefahren und entsorgt werden. Die folgende Saat entspricht dann mit einem Aufwand von 25 bis 30 kg Saatgut auch einer Neuansaat. Und im Gegensatz zur periodischen Nachsaat erhöht sich auch das witterungsbedingte Risiko durch Erosion oder Trockenperioden. Weitere Informationen stehen auf www.diesaat.at und im neuen „Fachblatt Nachsaat“ von DIE SAAT, bestellbar über die Website. DIE SAAT Fachberaterin für das Grünland, Gabriele Hirsch, steht via Email (gabriele.hirsch@rwa.at) für Anfragen zur Verfügung.

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