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Klimaschonend heizen will gelernt sein

“Österreich verfügt mit seinem Wald, der Art ihn zu bewirtschaften sowie der Technologie zur Herstellung von Holzprodukten und Energie über einen Schatz. Der Klimawandel, ausgelöst durch die Verbrennung von Erdöl, Erdgas und Kohle, gefährdet unseren Wald und damit die Wirtschaftsgrundlage von 300.000 Menschen in Österreich”, stellt Präsident Titschenbacher fest. “Wer mit Holz heizt, kann einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten, da erstens klimaschädliche fossile Brennstoffe ersetzt und zweitens Holzbrennstoffe verwendet werden, die sonst ungenutzt verrotten würden. Drittens wird die Nachfrage nach Biomasse aus Waldpflegemaßnahmen und Schadholzaufarbeitung generiert, was vor allem gut für die nachhaltige Waldbewirtschaftung ist”, zählt Titschenbacher die Vorteile auf.

“In den vergangenen Wochen ist es verstärkt zu undifferenzierten Attacken gegen die CO2-Neutralität der Photosynthese und die positive Wirkung moderner Biomassetechnologien für die Feinstaubreduktion gekommen. Wir haben uns daher entschlossen, mit der Informationskampagne ‘Gegen die Klimakrise. Für bessere Luft.’ aktiv über den Beitrag der Holzheizer zum Klimaschutz und die Möglichkeiten zur Feinstaubreduktion zu kommunizieren”, berichtet Titschenbacher. Umfangreiche Materialien zum Thema Holzheizen wie Informationsfilme, Fact-Sheets, Experteninterviews, Heiztipps, Professionalisten-Suche und Heizkostenrechner sind ab sofort auf der Homepage www.wärmeausholz.at und der neu eingerichteten Facebook-Seite fb.com/waermeausholz.at verfügbar. Auf den Infokanälen ist ab heute Abend ein neu erstellter Film zum Thema CO2-Neutralität und Feinstaubemissionen abrufbar.

Grundvoraussetzung für den feinstaubarmen Betrieb sind der Einsatz von trockenem Holz, die passende Anfeuer-Methode und das richtige Nachlegen”, erläutert Titschenbacher. Dass es in Österreich zu verstärkten Nutzungen durch die Nachfrage nach Energie kommt, ist unwahrscheinlich. Aktuell herrscht ein massives Überangebot an Holzbrennstoffen. Der Holzvorrat steigt in Summe sowohl in Österreich als auch in Europa an. Die Wälder nachhaltig zu nutzen und damit fossile Energien zu ersetzen, ist die effektivste Methode zum Klimaschutz. Zu diesem Schluss kommt ein Konsortium der Boku, des Umweltbundesamtes und des Bundesforschungszentrums für Wald.

Etwa die Hälfte der österreichischen Haushalte heizt direkt (Öfen, Herde, Kachelöfen, Scheitholz-, Pellets- oder Hackgutkessel) oder indirekt (Nah- und Fernwärme) mit Holz. “Die österreichische Holzkesselindustrie ist aufgrund der Entwicklung hocheffizienter und feinstaubarmer Technologie Weltmarktführer. Durch die umsichtige Förderpolitik ist es gelungen, die Feinstaubemissionen der Haushalte massiv zu senken. Bis 2050 können diese Emissionen trotz Ausstieg aus Erdöl und fossilem Erdgas um weitere 90% gesenkt werden”, so Titschenbacher.

Durch Effizienzsteigerungen im Anlagen- und Gebäudebereich ist laut Biomasse-Verband der Ausstieg aus Erdöl und Erdgas im Hausbrand und in der Fernwärme ohne nennenswerten Mehrbedarf an Holzbrennstoffen möglich, wodurch ausreichend Potenzial für neue Bioökonomieanwendungen im Strom- und Verkehrsbereich bleibt. In Österreich werden nur effiziente Heiztechnologien gefördert, die gemäß Umweltzeichenrichtlinie (UZ37) zertifiziert sind. Weitere Informationen zu diesem Thema sind unter www.biomasseverband.at verfügbar.